Pöhl ist auch im Winter eine Wanderung wert. Das erfuhren 12 Naturfreunde auf einem schönen Rundweg vom Gunzenberg über Neudörfel, Alt-Jocketa, ins Triebtal und zurück. Wir hatten gutes Laufwetter, etwas frostig und trocken.
Los ging´s am Ufer der Pöhl entlang und über die Staumauer. In den geschützten Buchten waren noch einige Eiszungen zu sehen. Nach einer kurzen Teepause zum Aufwärmen wanderten wir hinauf nach Neudörfel. Ein hübscher Ort mit modernen und historischen Gebäuden. Buchheims Vierseithof bot zahlreiche Fotomotive. Das „Posthaus“ zeugt noch heute von der Bedeutung als Haltepunkt für Postkutschen bereits im 17. Jahrhundert.
Die Route führte uns nun über einen Höhenweg nach Alt-Jocketa. Schon von weitem war die Kirche zu sehen, die dort 1965 als originalgetreuer Nachbau des früheren Pöhler Gotteshauses errichtet wurde. Der Gottesdienst war gerade zu Ende und wir erhielten Kirchenzutritt und einen spontanen, sehr interessanten Vortrag mit persönlichen Erinnerungen zur Kirche und zum versunkenen Ort Pöhl durch Herrn Thilo Lehmann (ehemaliger Geschäftsführer der gleichnamigen Firma). Das detailgetreu nachgebaute Modell des Ortes konnten wir anschließend im neuen Pöhl-Pavillon gegenüber dem „Talsperrenblick“ bestaunen.
Da der bequeme Weg ins Triebtal wegen Steinschlag gesperrt war, nahmen wir den steileren Abstieg zum Tosbecken hinunter. Kein Problem für meine geübten Wanderer. An der Trieb entlang ging´s zur Pyramidenwiese und dann hinauf auf den Eisenberg zur Friedenshöhe. Die Elstertalbrücke und die stattlichen Villen von Jocketa sind von da aus im Winter besonders gut zu sehen.
Ein bisschen Geschichte der Besiedelung in der Bronzezeit und des Eisenbergbaus vom 15. – 19. Jahrhundert gab´s am Huthausplatz, bevor wir den Rückweg zum Gunzenberg antraten. Nach 4 Stunden erlebnisreicher Wandertour zog´s einige noch zum Faschingsumzug in die Plauener Innenstadt und andere nach Hause zu Käffchen und Kuchen.
Herzlichen Dank an meine tolle Wandergruppe!
Karin Todt, 19.02.2026









